#27 - Wähle Deinen Partner

Sich die richtige Holzflöte auswählen

Zum zweiten Mal hier eine Frage von Bill Goelz. Seine Frage: "Ist es besser, bei einer Flöte zu bleiben oder eine Mischung aus mehreren Flöten zu spielen?" Der Vollständigkeit halber möchte ich sagen, dass eine der Flöten, die Bill spielt, eine Skip Healy-Flöte ist (nicht, dass dies meine Meinung oder irgend etwas beeinflussen würde)...heh, heh, heh.

Weiterlesen: #27 Wähle Deinen Partner

#26 - Direkt von der Lippe

Eine Lektion über den Ansatz auf der Holzflöte

Diesmal schiesst Skip Healy wieder direkt von der Lippe. Dieser Tipp wurde von einer Frage inspiriert, die mir Bill Goelz geschickt hat.

Bill kam vor einiger Zeit mit einer Frage zu meinem Ansatz zu mir. Auf verschiedenen Fotos stellte er fest, dass meine Flöte sich auf dem fleischigen Teil meiner Unterlippe befindet, und nicht unter der feinen Linie, in der sich Unterlippe und Kinn treffen (was bei vielen Flötenspielern eine weitere gängige Position ist). Bill wollte wissen, wie, warum und ob er das auch tun sollte.

Also lasst es uns tun...

Weiterlesen: #26 Straight from The Lip

#25 - Lautstärkeregelung

Halten eines einheitlichen Klangs und einer einheitlichen Lautstärke beim Spielen von Holzflöten

Das Thema dieses Tipps haben sich einige meiner Schüler ausgedacht. Die Noten der zweiten Oktave von G nach B sind sehr laut und scharf, während die Noten von G zum tiefen D sehr leise sind. Der Grund dafür ist, dass der Spieler beim Spielen der oberen Töne zu stark bläst (wodurch die Töne quasi „aus der Flöte gedrängt“ werden) und dann den Druck zu stark zurücknimmt, weil er befürchtet, die tieferen Töne zu überblasen. Dies führt zu einer großen und unbeabsichtigten Unregelmässigkeit im Dynamikbereich. Der resultierende Klang ist eher eine Welle mit Gipfeln und tiefen Tälern, aber nicht viel dazwischen. Im Idealfall soll mit einer gleichmässigen Grundlautstärke gespielt werden, damit bewusst laute und leise gespielte Töne für den dynamischen Ausdruck zur Verfügung stehen.

Weiterlesen: #25 Volume Control

#24 - Fühle die Bohrung

Wie sich das Design der Bohrung auf das Spielen von Holzflöten auswirkt

Skip Healy lädt euch ein zu einer weiteren Reise zum Zen hinter der Eile und dem Hasten. In früheren Kolumnen habe ich versucht, Ratschläge sowohl zur Körperlichkeit als auch zur Philosophie zu geben, die ich für gut halte, wenn ich Flöten oder Fifes spiele. Heute möchte ich über das "Gefühl" sprechen, das durch verschiedene Bohrungsdesigns in Flöten, Fifes und Piccolos erzeugt wird.

Damit ein Holzblasinstrument über drei Oktaven gestimmt gespielt werden kann, muss sich mindestens eine Verengung irgendwo entlang der Bohrung befinden. Ziemlich klar, oder?

Weiterlesen: #24 Feel the Bore

#23 - Soll ich - oder soll ich nicht...?

Ein Schnellreparaturset für Holzflötenspieler

Ich lebe im Bundesstaat Rhode Island im Nordosten der USA. Seit Anfang Juni dieses Jahres leiden wir unter der Hitze wie im Hochofen. Wir haben jetzt in vielen Teilen der Welt Abonnenten, aber alle haben verschiedene Wetterbedingungen, die Ihr Instrument beeinflussen können. Dies gilt insbesondere für die Zapfen vieler Flöten. Kork und Holz neigen je nach Temperatur zum Quellen oder Zusammenziehen. Was können wir dagegen tun? Hmmm? Ihr könntet eine Flöte mit Zapfen aus Sterlingsilber kaufen, die sich je nach Wetterlage nicht ausdehnen oder zusammenziehen. Naaaa? - ich frage mich, wer diese Art von Instrumenten herstellt ...

Für alle anderen hier einige meiner Vorschläge für ein Notfall-Reparaturset, das auf Reisen zusammen mit eurer Flöte aufbewahrt werden kann:

Weiterlesen: #23 Weather or Not

#22 - Fortgeschrittene Fingertechniken

Griffe in der dritten Oktave für Holzflöte

Hier ist Skip - einmal mehr...
mit ein paar provokativen und hoffentlich hilfreichen Worten über Holzflöten und verwandte Themen. Zuallererst möchte ich euch dazu ermutigen, uns mit Kommentaren oder Vorschlägen zu Themen zu kontaktieren, über die ich nachdenken kann. In den letzten Monaten haben wir immer mehr Kommentare erhalten und wir danken euch dafür.

Das heutige Thema ist "Fortgeschrittene Fingertechniken". Immer noch nervös ...?

In den letzten Jahren gab es bei einigen traditionellen irischen Flötenspielern den Trend, sich in die einst verbotene dritte Oktave zu wagen. Hier präsentiere ich meine Vorschläge von chromatischen Fingersätzen für die dritte Oktave. Je nach persönlicher Flöte kann es zu geringfügigen Abweichungen kommen, die jedoch sehr nahe beieinander liegen. Diese Fingersätze empfehle ich den Musikern, die Instrumente der Healy Flute Company spielen.

Weiterlesen: #22 Advanced Fingering Techniques

#21 - Höre dir zu! Höre dir zu!

Der Zen hinter der Spielfreude auf der irischen Flöte


Viele von euch wissen, dass ich manchmal sehr technikorientierte und manchmal sehr zenlastige Tips gebe. Dies ist ein Zen-Tip. Oder, wie ich es gerne nenne, das Zen hinter der Spielfreude.

Dies wird vielleicht der kürzeste, aber wichtigste Tipp sein, den ich weitergeben kann: Entwickelt die Fähigkeit eurem eigenen Spiel so zuzuhören, als wärt ihr im Publikum! Unregelmässigkeiten im Rhythmus oder andere Fehler beim Musizieren haben ihre Wurzeln oft darin, dass der Musiker sich nicht in sein Publikums versetzt und sich selber nicht zuhört.

Weiterlesen: #21 Hear Ye! Hear Ye!

#20 - Möchte noch jemand ein Brötchen? (Englisch: "roll")

Wie man Rolls auf der Holzflöte spielt

Die nächste Station unserer Tour durch die Wunder der Ornamentik führt uns in das magische Land der Rolls. Es gibt verschiedene Arten von Rolls, für verschiedene Situationen ... zum Beispiel eine Sandwich-Roll mit Kaffee am Morgen und natürlich das wilde „Rollen“ Ihrer Finger, während wir irische Melodien spielen.

Diese Fingerbewegungen haben viele Namen: Cuts, Crans, Rollen, Fingerschläge usw. Wir werden uns auf einen Bewegungsablauf konzentrieren, der im klassischen Sinne als „Mordent“ bekannt ist, ein Ornament welches auch in der amerikanischen Fife-Musik oder in irischer Musik vorkommt. Ich möchte mich nicht zu sehr mit der Fingertechnik befassen. Viel wichtiger für mich ist, eine Roll gut zu spielen.

Weiterlesen: #20 Anybody for a Roll?

#19 - Schwerpunkt Glissando & Vibrato

Weitere Verzierungen mit der Holzflöte

Ich würde gerne mit dem Thema Ornamentik weitermachen. Die nächsten beiden Komponenten der sieben  Todsünden der Ornamentik, über die ich sprechen möchte, sind Vibrato und Glissando. Es gibt zwei Haupttechniken des Vibratos. Die erste ist das Fingervibrato, während die zweite durch Atem- und Muskelkontrolle erfolgt.

Betrachten wir zuerst Glissando. Dies ist der Vorgang, bei dem eine Note nach oben oder unten „gebogen“ wird, indem Sie Ihren Finger auf ein Tonloch zu oder von diesem weg bewegen. Nichts ist so einfach wie es sich anhört, dies ist auch hier der Fall. Um ein effektvolles Glissando zu spielen, spielen sowohl der Ansatz als auch die Atemkontrolle eine wichtige Rolle.

Weiterlesen: #19 The Scoop on Glissando & Vibrato

#18 - Möchtet ihr etwas über Ornamente hören?

Ein kurzer Leitfaden zur Ornamentik auf der Irischen Holzflöte

Zunächst möchte ich mich bei allen bedanken, die auf meine Bitte um zukünftige Themen in dieser Kolumne geantwortet haben. Alle Vorschläge waren zum Nachdenken anregend, obwohl einige anatomisch unmöglich erreichbar sein könnten. Mehr dazu später ...

Eine der beliebtesten Anfragen betrifft den Bereich „Ornamentik“. Hier ist ein kurzer Überblick über meine Philosophie zu diesem Thema. Ich beschränke dieses Thema übrigens nicht nur auf die Techniken des traditionellen irischen Flöten- oder Whistlespiels.

Für mich bezieht sich der Begriff Ornamentik auf das Hervorheben einer bestimmten Note oder Notengruppe im Verlauf einer Melodie. Ich glaube, dass es sieben allgemeine Kategorien von Ornamenten gibt. Es handelt sich um Atempulse,  Vorschläge, Triolen, Mordente (Crans, Rolls usw.), Glissandos, Vibratos und Mehrfachzungenschläge. Zufälligerweise gibt es auch sieben Todsünden ... komisch, wie das geklappt hat.

Weiterlesen: #18 So You Wanna Hear About Ornaments?

#17 - Spiele was du fühlst...

Leidenschaft in das Flötenspiel einfließen lassen

Bevor wir auf den Tipp dieser Woche eingehen, möchte ich alle bitten, eure Denk-Kappen aufzusetzen, eine neue E-Mail zu öffnen und mir Ideen für all DAS zu senden, worüber ich in dieser Kolumne berichten, lästern, Ratschläge erteilen oder schimpfen soll. Es gibt keine Grenzen. Schickt mir alles, worüber ihr etwas wissen wollt und an dem ihr herumstudiert. Auf diese Weise merke ich, welche Art von Informationen ihr wirklich benötigt, verglichen mit denen von denen ich denke, dass ihr sie lesen möchtet.

Diese Woche vermittle ich euch einen Quickie ...

Weiterlesen: #17 Do What You Think You're Doing

#16 - Irish Flute Tunes nach Gehör lernen

Hallo allerseits!

Hier einige meiner Gedanken darüber, wie man Melodien nach Gehör lernt.

Für mich gibt es ein paar verschiedene Aspekte, um eine Melodie nach Gehör zu lernen. Als Erstes die Erkennung der Tonart, dann folgt die Rhythmuserkennung und danach die Melodie selbst.

Tonerkennung:
Dies ist die Fähigkeit zu sagen, dass die Note, die Sie hören, eine G-Note, eine D-Note oder eine F-Note ist. Zudem müsst ihr in der Lage sein, eine A-Note die auf einer Geige oder Concertina gespielt wird, als solche zu erkennen.

Dies ist die grundlegendste und wesentlichste Voraussetzung für das Erlernen von Melodien nach Gehör. Trainiert selbst auf eurer eigenen Flöte, um den Unterschied zwischen den verschiedenen Noten zu hören. Um dies zu lernen könnt ihr die Töne auch mit einem Aufnahmegerät mitschneiden und wiedergeben. Langsame Tunes (Airs und Walzer) zu hören, ist ein guter Anfang.

Weiterlesen: #16 Learning Irish Flute Tunes By Ear


#15 - Winkel und Haltung

Gute Haltung beim Spielen von Holzflöten

In diesem Tipp geht es um die optimale Körperhaltung und deren Wichtigkeit beim Flötenspiel.

Setzt euch (ohne Flöte) aufrecht in einen Stuhl mit gerader Rückenlehne. Haltet euren Kopf und die Schultern gerade und richtet die Schultern parallel zu euern Hüften aus. Der Nacken ist gerade und der Kopf ist in seiner normalen Position.

In dieser Position ist euer Nacken locker. Die Lunge kann sich ausdehnen und das Zwerchfell kann sich nach innen und außen bewegen. Grundsätzlich ist dies die beste Körperhaltung, um „Luft zu verarbeiten“.

Lasst die Arme an den Seiten herunterhängen. Hebt den rechten Unterarm in eine natürliche Spielposition, während ihr den rechten Ellbogen locker an eure Seite haltet, Zieht den Arm nicht ganz zurück. Stellt euch vor, die Flöte in den Händen zu halten. Der Trick besteht darin, das rechte Handgelenk parallel zu den Schultern zu halten.

Weiterlesen: #15 Angles and The Position

#14 - Geht nach Hause und übt! - Teil zwei

Vom Aufwärmen vor dem Spielen

Die Leute fragen oft, wie man merkt, wann sich das Kopfstück erwärmt hat. Es ist ganz einfach: Das Kopfstück fühlt sich warm an. ;-) Machen wir jetzt den Rest der Flöte bereit.

Wenn ich übe, spiele ich zunächst einige schöne lange G-Töne in der ersten Oktave. Zuerst spiele ich einige Sekunden lang mit mittlerer Lautstärke und hebe diese dann während einigen Sekunden allmählich an. Ich mache das einige Male mit den Tönen vom tiefen G bis zum tiefen D. Dies wiederhole ich danach in der zweiten Oktave. Die Tonqualität ist für mich die wichtigste Komponente bei der Beurteilung eines Musikers. Ich würde lieber jemandem zuhören der nur zehn Tunes kennt, aber einen großartigen Ton hat, als jemandem, der viele Stücke kennt, aber wie # $% @ klingt.

Weiterlesen: #14 Go Home and Practice - Part Duh

#13 - Geht nach Hause und übt!

Übungstechniken für die Irische Holzflöte

Zunächst möchte ich alle neuen Mitglieder begrüßen, die wir auf der Skip's Tipps-Liste haben. Momentan haben wir fast 450 Leute aus zehn verschiedenen Ländern, die anscheinend nichts Besseres zu tun haben, als meinen Unsinn zu lesen. Herzlich willkommen!

Wir haben viele der verschiedenen Aspekte des Flötenspiels besprochen. Einer meiner eifrigsten E-Mail-Sender wies mich jedoch darauf hin, dass noch nie darüber gesprochen wurde, wie eine Übungsstunde auszusehen hat. Ich habe gerade meine erste Saison als Flötenlehrer für den Bostoner Master of Arts Comhaltas Ceoltóirí Éireann beendet. Dabei haben wir genau dieses Thema angesprochen - ein ziemlich umfassendes Thema, daher werden wir es in zwei Tipps behandeln. Zuerst jedoch wärmen wir Flöte und Spieler auf. Los geht's!

Weiterlesen: #13 Go Home and Practice

#12 - „Da-UUHHH-Da-THAAANG“

Leidenschaft und Dynamik in die Flötenmelodien bringen

Vor ein paar Wochen war ich mit einigen meiner fünf Mitspieler in meinem Laden, als mir die Inspiration für diese Kolumne kam: ich sagte: „Mach „Da-UUHHH-Da-THAAANG“!
Es gab eine Pause von ungefähr ein oder zwei Sekunden, nach der Paul Joseph fragte:" Welche Art von mehrfarbigen Frühstücksflocken hast du dir eingepfiffen?" Ich glaube, meine Antwort war "geröstete".

Ich möchte euch weiter unten erklären was es mit diesem Ausdruck auf sich hat.

Gerade hatte ich mit meinen Freunden Mark Bachand und Paul Joseph darüber gesprochen, wie man mehr Gefühl in das Spielen von Tunes bringt. Irische Tunes sind vor allem Tanzstücke. Habt ihr schon mal irisches „Hardshoe“-Tanzen gehört? Diese großen, schweren Schritte, die wie ein riesiger Herzschlag pochen? Wir, als Zulieferer der Musik, müssen zu diesem Herzschlag beitragen. Die Tunes leben davon!

Weiterlesen: #12 Gotta Put Da' UUHHH In Da' THAAANG

#11 - Lass mich los, lass mich gehen!

Spieltechniken für Holzflöte

Wart ihr jemals in einer Situation, in der ihr nicht wusstet, wann ihr loslassen sollt? Schliesst ein Projekt sauber ab, bevor ihr mit der nächsten großen Sache beginnt! Gebt euch die Gelegenheit, sozusagen von vorne anzufangen. Das passiert jedes Mal, wenn ihr beim Spielen eines Tunes von Note zu Note wechselt. Im letzten Tipp habe ich über die drei Unterabschnitte gesprochen, aus denen sich eine Note zusammensetzt: Der „Angriff (The Attack)“, der „Körper (The Body)“, das „Loslassen (The Release)“. Ich möchte mich auf das konzentrieren, was ich als den am meisten ignorierten dieser drei Punkte betrachte: Das Loslassen!

Wenn eine Note nicht sauber losgelassen wird, geschehen einige sehr unschöne Dinge: Es gibt kein wirkliches Ende der Note und ihr seid nicht in der Lage, die nachfolgende Note sauber zu beginnen („anzugreifen“). Während ihr spielt, möchten ihr euch auf die kommenden Noten vorbereiten, doch während ihr darüber nachdenkt was als nächstes kommt, beendet ihr die Note welche ihr gerade spielt oft nicht sauber. Ich weiß, dass diese Beschreibung sehr wortreich ist, aber ich hoffe, ihr versteht was ich meine.

Weiterlesen: #11 Release Me, Let Me Go

#10 - Spiele, was Du hörst, im Augenblick in dem du es hörst

Spiele jede Note mit Selbstvertrauen

Ich habe schon darüber gesprochen, wie wichtig es ist darauf zu achten, was während des Spiels um euch herum vor sich geht. Musik von ihrer besten Seite ist wie Unterhaltung von ihrer besten Seite. Dies beinhaltet das Zuhören, Verstehen und Reagieren auf das, was gesagt oder gespielt wird. Der Trick ist, nicht zu lange zu warten, bevor man antwortet. Lasst uns eine Minute lang über Töne nachdenken. Ein Ton, eine gespielte Note besteht aus drei Teilen.

Weiterlesen: #10 Play What You Hear When You Hear It

#09 - Kontrolle = Geschwindigkeit

Die Spielgeschwindigkeit auf der Irish Flute erhöhen

Seid ehrlich, seid ihr mit ihrem Auto jemals 50 km/h in einer 30 km/h-Zone gefahren? Wie bei den meisten formellen oder informellen Vorschriften gibt es einen Grund für diese Regel. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung unserer Autos soll die öffentliche Sicherheit erhöhen. Wenn ihr so wollt, ist es eine Frage des Anstandes. In einer Session ist es dasselbe.

Es gibt wahrscheinlich akzeptierte Tempi für die Tunes in eurer lokalen Session. Genau wie bei jedem anderen Tempolimit wird es einige geben, die es beachten, einige die zurückbleiben, und einige die die Grenzen nach oben verschieben. Dies sollen nicht "Healys Ordnungsregeln" sein, da ich regelmäßig und enthusiastisch alle Konzepte von Geschwindigkeit und Anstand verwerfe. Hier sind einige meiner Meinungen zum Tempo mit den üblichen Übungsvorschlägen.

Im Laufe der Jahre habe ich die Erfahrung gemacht, dass Leute ihre Tunes in einem schnellen Tempo üben und denken, dass dies ihnen hilft, auf lange Sicht schnell zu spielen. Ich denke, das Gegenteil ist der Fall. Geschwindigkeit ist ein Nebenprodukt guter Technik. Um mit unglaublich halsbrecherischen Geschwindigkeiten zu spielen, müssen alle eure verschiedenen Techniken (Atmen, Fingerspiele usw.) im "Autopilot-Modus" funktionieren. Dies erfordert das Können, die Kontrolle über all diese verschiedenen Techniken zu erlangen. Bevor ihr einen Tune in schnellem Tempo gut spielen könnt, müsst ihr diesen sehr, SEHR langsam spielen können. Zu hohe Geschwindigkeit bewirkt, dass Noten oder Abschnitte von Tunes, die wir nicht wirklich kennen, überflogen werden, ohne dass sie gehört werden. Wenn ihr einen Tune nicht langsam spielen könnt, habt ihr auch keine Chance ihn schnell spielen zu können.

Weiterlesen: #09 Kontrolle = Geschwindigkeit

#08 - Die Wichtigkeit des „nach vorne“ Spielens

Mit der Holzflöte einen ansprechenden Ton erzeugen

I'm baaaack.....!

Wir alle (zumindest ich) erinnern uns daran, dass unsere Eltern und Lehrer uns geraten haben, laut und deutlich zu sprechen, wenn wir mit einer Person oder eine Gruppe von Menschen kommunizieren wollen. Gleiches gilt für das Flötenspiel. Wenn ihr euern Sound nicht stützt und „nach vorne“ spielt, werdet ihr mit dem Publikum kein „musikalisches Gespräch“ führen können.

Weiterlesen: #08 The Importance of Projecting

#07 - Kopfpositionen

Positionierung des Mundstücks einer Holzflöte für einen guten Ton und grosses Klangvolumen

In der Vergangenheit habe ich darüber gesprochen, auf einen sauberen Fingersatz, einen sauberen Ansatz und bewusstes Atmen zu achten. Bei all diesen Techniken spielt eure Kopfhaltung, d.h. die Position des Kopfes zum Anblasloch eine sehr wichtige Rolle.

Für viele von euch ist das Flötenspiel einfacher, wenn ihr entweder das Kopfstück leicht nach hinten dreht oder den Kopf nach vorne neigt, als ob ihr auf den Boden schauen möchtet. Was tatsächlich passiert, ist, dass ihr die Kante auf der gegenüberliegenden Seite des Anblaslochs anhebt. Die Oberkante der anderen Seite des Anblaslochs wirkt wie ein Messer, das einen Teil der Luftsäule, die ihr über das Loch blast, abschneidet und in die Flöte drückt. Auf diese art entstehen die Flötentöne.

Weiterlesen: #07 Kopfpositionen

#06 - Dis oder Eb? Physikalisch der gleiche Ton, jedoch enharmonisch!

Wie (und warum) wir die D# Klappe an der Holzflöte benutzen sollen...

Viele Leute wundern sich über die Eb (oder D#) Klappe am Ende der Flöte und fragen sich, ob sie diese gebrauchen sollen oder nicht. Ich denke, jedermann sollte einen Versuch machen, diese Klappe nutzen zu lernen. Auf allen Flöten, die ich je gehört habe, verbessert der Einsatz dieser Klappe die Intonation und die Klangfarbe der Eb-Note (oder D #). Dudelsackspieler verwenden diese Technik des Eb (oder D #), um zum niedrigen D zu gelangen. Sie flippen aus, wenn Sie es zusammen mit ihnen auf der Flöte tun!

Einige Leute haben den Eindruck, dass es für ihre Flöten keinen Unterschied macht, ob die Klappe geöffnet oder geschlossen ist. Bei genauem Hinhören zeigt sich jedoch, dass durch die fehlende Entlüftung des Tonlochs die Tonhöhe nach unten tendiert. Andere finden es möglicherweise sehr schwierig, diese Taste zu drücken und gedrückt zu halten. Übt dies! Es ist wie das Erlernen der Griffpositionen eines neuen Tunes, es dauert nur eine Weile. Es könnte auch sein, dass die Feder eurer Flöte sehr stark ist und grossen Widerstand leistet, weil Flötenbauer ein sicheres Schliessen der Klappe sicherstellen wollte.

Weiterlesen: #06 Dis oder Eb? Der physikalisch gleiche Ton, jedoch enharmonisch!

#05 - Lass das Unterteil nicht abfallen!

Eine Schnellanleitung zum Reparieren loser Korkdichtungen und Klappen

Viele irish Flötenspieler spielen mit Flöten, deren Zapfen Korkdichtungen besitzen. Wenn ihr feststellt, dass eure tiefen Noten an Kraft verlieren, kann dies daran liegen, dass die Zapfen zu locker sind. Dadurch leckt die Flöte, Ihr verliert Druck und die Tonkraft lässt nach.

Schnellreparatur:

Benutzt Teflonband! Es ist auch als Klempnerband oder Dichtungsband bekannt und wird heute an Stelle der früher verwendeten Hanfstränge zum Abdichten von Leitungsrohren eingesetzt.. Man findet es relativ günstig in fast jedem Baumarkt. Da es sich nicht um ein Klebeband handelt, müsst ihr euch keine Sorgen machen, dass es den Korken beschädigt. Nur ein paar Windungen um den Zapfen gerollt und die Flöte ist wieder spielbereit.

Weiterlesen: #05 Lass das Unterteil nicht abfallen

#04 - Vibrato

Gute Vibrato Technik mit Holzflöten

Viele Leute fragen mich, wie man ein Vibrato spielt. Grundsätzlich gibt es drei Arten von Vibratos, die in der traditionellen Flöten- und Fife-Musik eingesetzt werden. Ich möchte hier meine beiden Favoriten vorstellen. Das Erste ist das traditionelle Finger-Vibrato, das Zweite ist das eher klassische, bauchunterstützte Vibrato.

Zuerst zum Finger-Vibrato. Eine der am Meisten verwendeten Töne für das Finger-Vibrato ist das tiefe G. Es funktioniert am besten, weil dabei das grösste Tonloch der Flöte geöffnet und geschlossen wird (E). Dabei wird das grösstmögliche Luftvolumen in der Flöte beeinflusst. Spielt ein tiefes G und öffnet und schliesst dabei das fünfte Tonloch der Flöte. Berührt die Flöte nur leicht mit dem Finger. Ihr werdet merken, dass der Ton "zittert" egal wie schnell ihr euren  Finger auf und ab bewegt.

Weiterlesen: #04 Vibrato

#03 - BENUTZE deine Finger...

Fingertechniken zum Erlangen sauberer Töne

Der erste Schritt dieser Lektion besteht darin, euch auf andere Gedanken zu bringen...

Die Leute fragen oft: "Wie kriegt man gute Töne aus der Flöte?" Der beste Weg besteht darin, die Finger fest auf die Flöte zu legen, wenn ihr Tonlöcher schliesst.

Hört euch Matt Malloy's Spiel an. Ihr könnt hören wie seine Finger auf die Flöte "klatschen", um die Tonlöcher zu schließen. Dies verleiht auch eurem Spielstil ein wirklich cooles, rhythmisches Schlaggefühl.

Weiterlesen: #03 Benutze Deine Finger

#02 - Gib Deinen Ansatz nie auf!

Ein starker Ansatz für Holz- und Irishflöten

Im letzten Tipp haben wir über eine gute Luftversorgung gesprochen. Denkt daran, keine Luft = keine Melodie. Lasst uns dies näher betrachten. Gehen wir davon aus, dass wir versuchen, zwei separate Maschinen zu einer integralen Einheit zu verschmelzen. Die Flöte ist die Maschine, welche die Töne erzeugt und der Spieler ist die Maschine, die den Kraftstoff (Luft) liefert.

DENKT IMMER DARAN, DASS EUER ANSATZ DER HEIKELSTE PUNKT IST, WENN ES UM DIE ERZEUGUNG UND DAS HALTEN EINES GLEICHMÄSSIGEN TONES GEHT.

Viele Spieler "drücken" härter auf die letzten paar Noten wenn sie bemerken, dass ihnen die Luft ausgeht. Dadurch verwenden Sie die Luft als Brennstoff, um die Muskeln zu straffen, anstatt den Ton zu halten.

Weiterlesen: #02 Gib Deinen Ansatz nie auf

#01 - Atmet wirklich, wenn ihr Luft holt!


Gute Atemtechniken beim Spielen von Irish Flute und Fife 

Wir alle werden ein bisschen "trocken", wenn wir eine gewisse Zeit lang spielen. Wenn das passiert, greifen wir nach einem Glas und nehmen einen guten Zug, um unseren Durst zu stillen. Tut dasselbe, wenn ihr atmet! Stellt sicher, dass ihr tatsächlich genug Luft holt, um die nächste Passage zu spielen.

Weiterlesen: #01 Atmet wirklich, wenn ihr Luft holt